GEGEN DIE ERKLÄRUNG ZUM NATURSCHUTZGEBIET / AGAINST THE NATURE RESERVE AND ITS WORLD [DEU/ENG]

GEGEN DIE ERKLÄRUNG ZUM NATURSCHUTZGEBIET UND DIE WELT AUS DER SIE KOMMT

Kürzlich versammelten sich einige Bürokrat*innen, um zu versuchen über die Zukunft des Hambi zu entscheiden. Und sie reden davon, hier ein Naturschutzgebiet einzurichten! Offensichtlich haben diese Leute zu viel Zeit in ihren stickigen Büros verbracht und reden jetzt autoritär über Dinge, von denen sie nichts wissen. Habt ihr denn nicht gehört? Der Hambi ist SCHON LÄNGST ein Naturschutzgebiet! Im Jahr 2012 wurde er besetzt, um zu verhindern, dass er durch Europas größte Giftgrube zerstört wird. Die letzten 14 Jahren schützten wir diesen Ort: vor RWE, vor der Forstwirtschaft, vor Jägern – was immer kam. Aber wir sprechen nicht die Sprache des Staates und das wollen wir auch gar nicht. Deshalb tun die Bürokrat*innen gerne so, als wären wir überhaupt nicht da.

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KI beginnt hier – Warum wir aus der Architektur des Krieges desertieren müssen!

Was haben die Zielauswahl durch die israelischen Streitkräfte (IDF) im Gaza-Krieg, die Verschleppungen durch die US-Migrationsbehörde ICE und die sogenannte Abwendung drohender Gefahren durch deutsche Landespolizeien gemeinsam? Sie setzen ein neues Modell datengetriebener Herrschaft über Menschen durch, ein Modell, das von wenigen Tech-Konzernen kontrolliert wird. Es basiert auf den Daten, die wir alle täglich bei der Nutzung der Systeme von Unternehmen wie Meta, X, OpenAI und Google erzeugen. Mit diesen und anderen Daten werden militärische Entscheidungsassistenzsysteme wie Lavender trainiert, die auswählen, wer z.B. in Gaza per Luftangriff, Drohne oder Rakete getötet wird. Unsere zivilen Daten sind notwendiger Bestandteil dieser zivil-militärischen Infrastruktur – oder andersherum: Es gibt keine rein zivile Nutzung zivil-militärisch entwickelter Technologien! Wir sind Teil der KI-Kriegsindustrie und Teil der Zerstörung! Der algorithmisch gesteuerte Einsatz von (Staats-)Gewalt vermittelt das Bild einer Gesellschaft, in der Widerstand zwecklos wird. Es ist an der Zeit, über die Möglichkeiten einer konzertierten Verweigerung unserer Datengefolgschaft zu debattieren – quasi aus der Architektur des Krieges zu desertieren –, verbunden mit der konsequenten Sabotage der vielfältigen Prozesse und Knotenpunkte, in denen sich das Zivile ins Militärische einwebt.

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Eine Nachricht an die Klimabewegung

In den letzten zehn Jahren hat eine neue Generation von Aktivist:innen sowohl in Europa als auch darüber hinaus die Klimabewegung sichtbar gemacht. Gruppen wie Extinction Rebellion, Fridays for Future und Ende Gelände ist es gelungen, aus dem Schattendasein hervorzutreten und Millionen von Menschen davon zu überzeugen, sich für den Schutz unseres Planeten einzusetzen. Denn es ist noch gar nicht so lange her, dass nur wenige Menschen sich der Möglichkeit einer Klimakatastrophe bewusst waren – heute ist genau das Gegenteil der Fall. Diese Erfolge möchte ich keineswegs kleinreden. Was ich jedoch aufzeigen möchte, ist, dass der Umweltaktivismus wenig oder gar keinen Einfluss auf etwas sehr Wichtiges hatte, auf das Einzige, was wirklich zählt: die tatsächliche Senkung der von Menschen weltweit verursachten CO2-Emissionen. Diese Emissionen steigen weiterhin jedes Jahr an, genauso wie die globalen Durchschnittstemperaturen, Wetterkatastrophen oder die Anzahl der aussterbenden Arten. Die gesellschaftliche Anerkennung dessen allein reicht nicht aus. In all ihren Kernzielen bleibt die Klimabewegung daher ein deutlicher Misserfolg.

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Technologie gegen die Klimakrise? Geoengineering als Herrschaftstechnologie

Die Konsequenzen des Klimawandels sind jetzt schon deutlich spürbar: Lebensfeindliche Hitze, Dürre, Waldbrände, Auftauen des Permafrost und der Gletscher, mehr und heftigere Winde, heftigerer Niederschlag, Überschwemmung von Landmassen, insbesondere Inseln, Aufheizen der Meere, Korallensterben und das Zusammenbrechen von Ökosystemen. Globale Meeresströmungen werden langsamer und auch der Jet-Stream in 10 km Höhe verliert an Kraft. Unerwartet ist dieses Verhalten nicht. Seit gut 200 Jahren wird der anthropogene Klimawandel erforscht; bereits 1965 wurde vor den Auswirkungen gewarnt, obwohl noch nicht alle Details vorkommen verstanden waren. Jetzt ist die Situation klarer, die Krise weniger abstrakt. Doch anstatt mit sozialer Revolution reagiert die Weltgemeinschaft auf die Klimakrise durch ein Aufrechterhalten des Status Quo. Besonders autoritäre, technokratische und solutionistische Bestrebungen finden Resonanz.

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Ein Leuchtfeuer! Den Herrschenden den Saft abdrehen! Über den Blackout vom 3.1.2026:

Ein Leuchtfeuer erhellt eine Kabelbrücke, um ein fossiles Kraftwerk vom Stromnetz zu trennen. Mit beachtlicher Reichweite. Wirkungsvoll und polarisierend.
Als „Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen“ wenden wir uns mit einer dritten Erklärung an euch. Wir wollen ein paar Dinge klarstellen. Wir äußern uns auch zu den bezüglich der Aktion aufgetretenen Widersprüchen.

Während die Brücke noch nicht erkaltet war, wurden von der EU bereits zwanzig neue Gaskraftwerke für Deutschland bewilligt.
Das ist der verheerende Normalzustand, der sich zum dauerhaften Ausnahmezustand entwickelt.
Wir können nicht warten. Bald könnte jeder Widerstand aussichtslos sein.
Wir handeln in Notwehr! Die Zerstörung der Erde mit ihrer Artenvielfalt muss gestoppt werden. Das Leiden ist jetzt schon unvorstellbar.
Wir handeln auch, weil Widerstand ein Lebenselixier ist, angesichts der aussichtslos erscheinenden globalen Katastrophen.

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Bure (FR): Heißer als Atomkraft – für einen schwarzen Frühling 2026! Aufruf zu einer militanten Offensive gegen CIGEO, die Atomkraft und ihre beschissene Welt!

Es scheint, als habe die Anti-Atomkraft-Bewegung in Frankreich und weltweit ihren Höhepunkt längst überschritten. Und doch rückt das Thema Atomenergie heute wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Wenn wir auf die aktuellen militärischen Konflikte zwischen verschiedenen Atommächten schauen, die fast bereit sind, den Knopf zu drücken, der das globale Kräfteverhältnis neu ordnen würde; wenn wir uns die Entwicklung des nationalen „zivilen” Atomprogramms (Wiederbelebung der Atomkraft) vergegenwärtigen oder die schrittweise Umsetzung eines völlig unverantwortlichen Konzepts zur Entsorgung radioaktiver Abfälle, dann macht das unseren Blick in die Zukunft noch zusätzlich düsterer.

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Nussir ist ein Berg, keine Mine! – Aufruf zum Handeln gegen die „Nussir-Mine“ über den liberalen Umweltschutz hinaus im norwegisch besetzten Sápmi

1. WAS IST DAS?

Dies ist ein globaler Aufruf zum Handeln gegen die Kupfermine, die derzeit in Riehpovuotna (von den Kolonisatoren „Repparfjord“ genannt) im norwegisch besetzten Sápmi gebaut wird. Das kanadische Unternehmen Blue Moon Metals (BMM) – vollständiger Eigentümer des Minenbetreibers Nussir ASA – ist durch den Bau von zwei Kupfer- und Edelmetallminen in der Region aktiv an der Kolonisierung des anzestralen Landes der Sámi beteiligt. Dies ist Teil einer raschen Ausweitung des Extraktivismus von Unternehmen, die sich aus dem Critical Minerals Act der EU ergibt, da die „Nussir-Mine“ als „strategisches Projekt“ bezeichnet wurde, das große Landnahmen ermöglicht und jeglichen Umwelt- oder indigenen Landschutz im Rahmen eines sogenannten „grünen Übergangs“ durchschneidet. Weitere Informationen zur Geschichte des Landes und den zahlreichen von den Sámi geführten Kämpfen findet ihr in den späteren Abschnitten.

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Offener Brief zum Anschlag am 3.1. auf das Gaskraftwerk und den Folgen – An die vom Stromausfall Betroffenen – An die Bewegung

Berlin 08. Januar  2026

Wir versuchen auch im Nachhinein der Verantwortung gerecht zu werden, die wir mit der Sabotage des Gaskraftwerkes eingegangen sind. Mit der Aktion haben wir nicht nur der fossilen Wirtschaft und dem Wirtschaftsstandort Berlin ein Problem bereitet, sondern in das Leben vieler Menschen eingegriffen. Die Aktion war kein geplanter Angriff auf die Stromversorgung Berlins. Diese Behauptung ist falsch.
Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert. Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher.
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switch off the Mitsotakis regime!

Mitsotakis ist der Ministerpräsident von Griechenland und trägt mit seiner Partei Nea Dimokratia die Verantwortung für die autoritäre Zurichtung des südöstlichen EU- und NATO Pfleilers.
Griechenland steht an vorderster Front im Krieg gegen Migration (Massaker von Pylos, 1), geht als Vorreiter des Neoliberalismus und der Korruption über Leichen (Zug“unglück“ von Tempi, 2), hat eine beeindruckende Regelmäßigkeit von polizeilichen Morden (3)
und verdient zudem eine Schädigung wegen der Inhaftierung der Genoss*innen im Ambelokipi Fall.
Die Handlungsfähigkeit dieses Regimes zu beeinträchtigen, kann vielen Menschen das Leben retten. Das Personal, welches im Auftrag der griechischen Regierung zahlreiche Morde, Folterungen, Gefangennahmen und Push-backs begeht, benötigt fortlaufend große finanzielle Mittel und gesellschaftliche Legitimation. Diese Ressourcen sollen angegriffen werden.

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Über Sichtbarkeit und den Guerillavorschlag

Wir schreiben das Jahr 2024 und die genozidale Brutalität als Kern der USA war nie offensichtlicher. Die vielversprechensten Versuche in der jüngeren Geschichte aktivistische und anarchistische Kampagnen auf einer breiten Basis aufzubauen, haben ihre eigenen Ziele nicht erreicht. Stattdessen erleiden sie momentan heftige Vergeltungsschläge, während der Staat zeigt, dass er niemals freiwillig einen Teil seiner Macht aufgeben wird. Nichtsdestotrotz waren diese Kampagnen erfolgreich darin die Flamme des gewalttätigen, autonomen Angriff zu entzünden und innerhalb des ganzen Landes zu verbreiten. Es ist also verständlich, dass während die Welt weiterhin kollabiert und neue Infrastrukturen der Herrschaft, von Pipelines bis hin zu Cop Cities überall um uns herum gebaut werden, viele Anarchist:innen und andere radikale vorgeschlagen haben noch weiter zu eskalieren.

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