NoTav: Massive Angriffe auf Baustellen für Hochgeschwindigkeitsstrecke

Susatal (Italien) 25. Juli 2026

Die Demonstranten griffen Baustellen für das Hochgeschwindigkeitsnetz an. Einsatzfahrzeuge brannten, Autobahn und Bahnstrecke waren gesperrt

Bei gewaltsamen Ausschreitungen am Rande einer Demonstration im Susatal in der norditalienischen Region Piemont sind nach Angaben der Polizeigewerkschaft Coisp rund 60 Einsatzkräfte verletzt worden. Vermummte Demonstranten griffen am Samstag mehrere Baustellen der Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin-Lyon an. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

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Daten- und Stromkabeln durchtrennt

Leverkusen 6. August 2026

Unbekannte kappen Kabel – 400 Haushalte betroffen

Der Staatsschutz der Polizei Köln hat die Ermittlungen nach einer Sachbeschädigung an Daten- und Stromkabeln im Leverkusener Stadtteil Manfort aufgenommen. Die Ermittler und Ermittlerinnen gehen von einer Sabotage zum Nachteil der Deutschen Bahn aus und bitten um Hinweise.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (6. August) an der Stixchesstraße nahe der Gleise einen unterirdischen Kabelschacht geöffnet. Dort durchtrennten sie mehrere Kabel- und Glasfaserstränge.

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Brandanschlag legt Zugverkehr lahm

Neu Wulmstorf (Niedersachsen) 14. Juli 2026

Ein mutmaßlicher Brandanschlag an der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven hat den Zugverkehr lahmgelegt. Im niedersächsischen Neu Wulmstorf habe in der Nacht ein Verteilerkasten gebrannt, teilte die Polizei mit. Die Behörde geht von Brandstiftung aus. Eine Bahnsprecherin sagte, Zugfahrten im Abschnitt zwischen Hamburg-Neugraben, Buxtehude und Stade seien derzeit nicht möglich. Am Abend lief der Regionalverkehr teilweise wieder an.

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Bahnsabotage

Leverkusen 10, Juli 2026

Bekennerschreiben Nr. 8

Wir sind verantwortlich für die Sabotage der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen. Brandsätze wurden deponiert in einem großen Kabelschacht an der nordöstlichen Ecke der Wupperbrücke und auf halbem Weg zwischen Unterführung und Funkmast in einem schmaleren Schacht. Zum Einsatz kamen Timer, die wir bereits in „move fast and break things“ vorgestellt hatten sowie je ein Liter Grillanzünder. Wir bedauern, dass sich das Feuer geringfügig ausbreiten konnte und danken der Feuerwehr für die Eindämmung. In Zukunft werden wir auf günstigeres Wetter warten. „Bahnsabotage“ weiterlesen

Sabotage gegen französische Nuklearinfrastruktur

Cadarache (Frankreich) 18. Mai 2026

In der Nacht vom Sonntag, dem 17., auf Montag, den 18. Mai 2026, haben wir einen Mast der 400.000-Volt-Stromleitung, die das CEA in Cadarache versorgt, durchgesägt. Leider kam es zu keinem Kurzschluss.

In Cadarache wurde ein besonderes Kapitel der Geschichte der französischen Kernenergie geschrieben. Dort wurde der Kernreaktorantrieb für Atom-U-Boote mit Raketenabschussvorrichtungen entwickelt, das Aushängeschild der französischen nuklearen Abschreckung. Heute beherbergt der Standort das ITER-Projekt, ein Forschungsprojekt zur Kernfusion, das uns die Mär von einer sauberen, erneuerbaren und unendlichen Energie schmackhaft machen will.

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Sabotage an einem Umspannwerk

Cremona (Italien) 1. Juli 2026

Am 1. Juli dieses Jahres haben wir ein Umspannwerk sabotiert. Durch einen glücklichen Zufall versank ein Teil des Stadtzentrums von Cremona im Dunkeln. Kein Licht mehr auf den Straßen.
Ohne Vorwarnung breitete sich ein Stromausfall aus, der einige Stunden andauerte.
Energie ist mit Krieg verbunden, Krieg mit Unterdrückung, und Unterdrückung bedeutet Gefängnis.
Mit dieser Aktion wollten wir unsere Solidarität mit den am 16. Juni verhafteten Anarchist:innen zum Ausdruck bringen.
Grüße an alle Rebell:innen dieser Welt, sowohl an diejenigen, die im Knast sitzen, als auch an diejenigen, die draußen kämpfen.
In diesen schrecklichen Zeiten dürfen wir Ramy und Fakir* nicht vergessen.

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Eiffage-Bagger, brenn!

Cric (Grenoble, Frankreich) 1. Juli 2026

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni haben wir einen Bagger in der Nähe der Baustellen der A480 [Stadtautobahn im Großraum Grenoble] in Brand gesetzt, der der Firma APPR / Eiffage gehört. Ohne diese Baustelle im Besonderen ins Visier nehmen zu wollen, ist dieser Angriff vor allem ein Beitrag zur Offensive gegen dieses Unternehmen, das überall in Frankreich Gefängnisse und Abschiebehaftanstalten baut. Wir wollen ihnen klarmachen, dass alle ihre Projekte ein Ziel sind und angreifbar sind.

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Glasfaserkasten angezündet

Meylan (Isère, Frankreich) 19. Juni 2026

In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni wurde der Glasfaserschrank am Chemin de Malacher 18 in Meylan in Brand gesetzt. Der Inhalt des Schranks brannte vollständig nieder, nachdem ein halber Liter Benzin darauf gegossen worden war. In dem Gebäude „Le Signal“ an dieser Adresse sind mehrere IT-Unternehmen untergebracht, darunter Dassault Systèmes.

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Zwei Brandanschläge auf Stromversorgung

Regensburg/Pentling 7. Juni 2026

Laut Medienberichten kam es in Regensburg und dem nahe gelegenen Pentling zu zwei versuchten Brandstiftungen.  An einem Strommast wurden Brandvorrichtungen vorgefunden, die zwar zündeten, jedoch keinen signifikanten Brand verursachten. An anderer Stelle kam es hingegen zu einem Feuer, welches mehrere Kabel beschädigte. Es liegen jedoch keine Hinweise vor, dass es zu einem größeren Stromausfall gekommen ist. Wie bereits bei anderen Anschlägen auf die Energieinfrastruktur heißt es von der Generalstaatsanwaltschaft, dass aufgrund der „Tatobjekte und Tatmodalitäten” in beiden Fällen von einer extremistischen Tatmotivation auszugehen sei. Ein Blick auf die Karte gibt mögliche Hinweise darauf, warum es diese Annahme gibt. In Regensburg befindet sich ein Standort des Halbleiterherstellers Infineon. Angesichts einer ganzen Reihe anderer Angriffe auf Chip-Hersteller in den vergangenen Wochen ist ein Zusammenhang mit diesem Unternehmen durchaus denkbar. Infineon selbst schreibt über ihr Werk in Regensburg:

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Messmast am Boden

Erdre-en-Anjou (Maine-et-Loire, Frankreich) 10. Juni 2026

Der Windmessmast des künftigen Bürgerwindparks „Vent d’Erdre-en-Anjou“ (Maine-et-Loire) wurde in der Nacht vom Dienstag, dem 9. auf Mittwoch, den 10. Juni 2026, mutwillig zerstört. Die Abspannseile wurden durchtrennt, der Mast verdrehte sich um sich selbst und stürzte schließlich um, erklärt Luc Gélineau, Vorsitzender des Vereins „Le Souffle de l’Erdre“, der das Bürgerprojekt zur Errichtung eines Windparks im Dreieck La Pouëze, Vern-d’Anjou und Le Louroux-Béconnais vorantreibt.