Offener Brief zum Anschlag am 3.1. auf das Gaskraftwerk und den Folgen – An die vom Stromausfall Betroffenen – An die Bewegung

Berlin 08. Januar  2026

Wir versuchen auch im Nachhinein der Verantwortung gerecht zu werden, die wir mit der Sabotage des Gaskraftwerkes eingegangen sind. Mit der Aktion haben wir nicht nur der fossilen Wirtschaft und dem Wirtschaftsstandort Berlin ein Problem bereitet, sondern in das Leben vieler Menschen eingegriffen. Die Aktion war kein geplanter Angriff auf die Stromversorgung Berlins. Diese Behauptung ist falsch.
Die Tragweite der Auswirkung auf ungefähr 40.000 private Haushalte war von uns weder beabsichtigt noch einkalkuliert. Den toten Villenvierteln allerdings weinen wir keine Träne hinterher.

 Beginnen wir mit dem Vorwurf des Terrorismus:

Wenn man nicht will, dass darüber geredet wird, warum wir ein Gaskraftwerk vom Netz genommen haben, dann lenkt man die Aufmerksamkeit auf einen phantasierten „Linksterrorismus“.
Wenn man sich als Verursacher der Klimazerstörung oder als Verteidiger der fossilen Energiegewinnung aus der Schusslinie bringen will, zielt man auf die Kritiker:innen der menschengemachten Erderwärmung.
Wenn man von der heraufziehenden Klimakatastrophe nichts wissen will, dann zeigt man mit den Fingern auf Andere und schreit Terrorismus.

Man ist bereit noch mehr Geld abzuschöpfen. Man will die Stadt als „smart city“ in Stellung bringen. Man hält an einer fossilen Energiewirtschaft fest. Und man will vor allem nicht grundsätzlich umdenken.

Stattdessen wird der sogenannte Fortschritt bis zur Katastrophe ausgereizt.
Die Terrorismuskeule ist der hilflose Versuch sich der Auseinandersetzung um Widerstand gegen die Zerstörung der Erde zu entziehen. Der Vorwurf kommt aus einer inhaltlichen Position der Schwäche. Jene, die  „Terror“ krähen, wissen, das inhaltlich unsere Erklärung ernstzunehmen ist. Ein Teil der Lautsprecher in den Innenbehörden, die jetzt weitere Verschärfungen auf den Weg bringen wollen, haben den Widerstand gegen den Klimawandel in der Vergangenheit kriminalisiert. Die Strafen sind zum Teil unfassbar hoch. Die Gründe für den Widerstand aber sind nicht weniger geworden. Folgerichtig stellt sich für den Widerstand gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Klimawandel und Krieg die militante Option. Das bereitet den Innenbehörden ein Problem.
Um von dem Vorwurf des Terrors zu überzeugen, holt man die Betroffenen aus den Altenheimen und Senior:innenresidenzen hervor. Ihr Schicksal soll dann bezeugen, wie falsch wir mit der Sabotage am Gaskraftwerk liegen würden. Nice Try.

So führt die B.Z. die Betroffenen des Blackouts regelrecht vor. Als gäbe deren schwierige Lage den Politiker:innen, der Polizei und einigen reaktionären Medienvertreter:innen das Recht die Betroffenen zu instrumentalisieren. Zweck der Übung: Die Sabotage und unsere Person aburteilen zu können. Die Beweggründe zur Aktion sind damit weggedrückt. Ähnlich wie bei den Radio Eins Nachrichten, die sich nur auffallend kurz der Beweggründe der Sabotage annahmen.

All diese Worte wärmen kein Wohnzimmer und doch ist es wichtig sie nicht unerwähnt zu lassen.

Hier wird Ablenkung betrieben. Von der Verantwortung der Stromnetz Berlin. Von einem Netz, das keine Zuschaltung aus anderen Kraftwerken, wie von uns analysiert, zuließ. Durch eine Energiepolitik, in die die Betroffenen hineingeraten sind. Von der Klimazerstörung, die Extremsommer mit Hitzetoten zur Folge hat. Erinnern wir uns zum Beispiel an Frankreich. Diese Betroffenen werden dann nicht den Regierenden gegenüber gestellt.
Der Senat redet über „Linksterrorismus“, dem das Leben von Menschen egal sei und verschleiert gleichzeitig damit die eigene katastrophale und mangelhafte Unterstützung der Betroffenen.

Uns ist das Leben der Menschen nicht egal. Aus eben diesem Grund haben wir das Kraftwerk ausgeschaltet. Wir haben den Angriff auf die fossile Energiewirtschaft verantwortet, weil wir davon ausgegangen sind, das ein Stromausfall nur einige Stunden dauern würde. Sofern durch direktes Zuschalten anderer Kraftwerke ein Stromausfall für die privaten Haushalte überhaupt spürbar gewesen wäre. Wir haben ausgeschlossen, das Menschen tagelang im Kalten sitzen.
Uns ist nicht egal, welche Folgen eine Sabotage für die Menschen hat.

Der Vorwurf des Terrorismus ist ohne Grundlage. Der Verweis des Senats und reaktionärer Medienorgane auf die vom Stromausfall Betroffenen ist pure Heuchelei.

Im Gegenteil haben die Betroffenen sich größtenteils unabhängig vom Senat und Institutionen selbstorganisiert. Und sie konnten sich auf solidarische Unterstützung aus der Bevölkerung stützen. Das begrüßen wir. Vor dieser Hilfsbereitschaft und diesem Akt der Mitmenschlichkeit haben wir großen Respekt.
Diesen Menschen müssen und wollen wir Rede und Antwort stehen. Niemandem aus der Regierung sind wir zur Antwort verpflichtet. Niemandem aus der Wirtschaft. Niemandem aus den Villen. Niemandem von denen Menschen, die gerade die Lebensgrundlagen auf dem Planeten vor die Wand fahren.
Unser Herz ist bei denen, die es die Tage altersbedingt, gesundheitlich und auch finanziell oder persönlich schwer hatten. Oder die Niemanden hatten, der sich um sie gekümmert hat.
Aus diesen Erfahrungen können und sollten wir, andere Vulkangruppen und andere militante Gruppen, Schlüsse ziehen.
Wir bitten an dieser Stelle linke Gruppen sich aktuell oder zukünftig ebenfalls in Krisensituationen einzubringen. Die Ressourcen und sozialen Kompetenzen sind vorhanden. Dies gilt auch für Situationen, die nicht durch eine militante Intervention herrühren. In Krisensituationen auf einen Staat, auf Senat, Militär und Polizei blind zu vertrauen, ist auf Sand gebaut.

Um den Status Quo aufrecht zu erhalten und den Wirtschaftsstandort nicht zu gefährden, bläst der Senat eine militante Aktion zu einem Terrorgespenst auf. Selbst die Betroffenen, die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen oder die weniger wohlhabenden Betroffenen in den reichen Stadtteilen folgen im Moment nicht diesen Tiraden. Ihre Wut hat sich erkennbar gegen die Regierenden und Stromnetz Berlin gewendet.
Stattdessen reden die Verantwortlichen von „Terror“, obwohl hier kein NSU gewütet hat, kein IS-ler in eine Menschenmenge gerast ist, kein fanatischer Religiöser oder ein Faschist eine Gebetsstädte in die Luft gejagt hat, keine russische, iranische, israelische oder amerikanische Drohne wen gekillt hat.

Wir haben die Fernwärmerohre bewusst nicht angegriffen, weil es uns nicht darum ging der Bevölkerung Unannehmlichkeiten und Härten während des Frosts zu bereiten. Wir haben jede Gefährdung von Menschenleben ausgeschlossen. Wir hätten diese Aktion nicht durchgeführt, wenn wir dessen nicht sicher gewesen wären. Das gebietet unsere politische Moral, die sich dem Leben und der Menschlichkeit verpflichtet fühlt.

Wir haben Stromausfälle nicht gänzlich ausschließen können, denn bei abrupten Ausschaltungen im Stromnetz können Trafostationen zu Schaden kommen. Dies können auch die Stromkonzerne nicht oder nur schwer  kalkulieren.
Würde allerdings Stromnetz Berlin, und vormals Vattenfall, ein auf Versorgungssicherheit ausgerichtetes Netz unterhalten und nicht eins auf Effizienz und Rendite, wäre es zu keinem gravierenden Stromausfall gekommen. Das Lahmlegen des Gaskraftwerks war Ziel der Aktion.

Die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige lassen uns nicht kalt. Zumal es an einer Würdigung des pflegenden Personals und den Angehörigen grundsätzlich in dieser Gesellschaft mangelt.
Wir brauchen keine taktische Überschrift und Belehrungen wie in dem Kampfblatt B.Z.: „ Schaut her, Ihr Linksextreme“. Mit älteren Menschen versehen, die der B.Z. als Anklage dienen.
Wer den ehrlichen und auch kritischen Dialog mit uns will, wird ihn bekommen. Die B.Z. gehört nicht dazu.

Es geht nicht darum, Anderen „durch Straftaten unseren Willen aufzuzwingen“, wie die Innenverwaltung tönt.

Wir entschieden uns mit dieser Sabotage ein fossiles Gaskraftwerk auszuschalten, weil es nicht mehr verantwortbar ist, weiter die Erde zu zerstören. Für uns resultiert die Entscheidung aus einem „Notstand“, in dem sich die Erde befindet. Ein Artensterben ist bereits in vollem Gange. Es ist ein unvorstellbares Ausmaß an Zerstörung für die nachfolgenden Generationen prognostiziert. Wir haben in der Verantwortung einer Vulkangruppe gehandelt, weil wir das unermessliche Leid durch Klimazerstörung, Krieg und einer radikal zu hinterfragenden Lebensweise nicht mehr mittragen. Einem Großteil der Menschheit wird ein Leben aufgezwungen, aus dem es für niemanden mehr einen Ausweg gibt. In diesem Sinne verteidigen wir den Angriff auf die fossile Energieindustrie.
Wir haben die Aktion nicht als erzieherische Maßnahme gemacht. Wir glauben nicht an autoritäre, pädagogische Aktionen. Trotzdem stellen wir fest, das vielen Menschen plötzlich die Abhängigkeit von Strom und ihren smarten Geräten schmerzlich bewusst wird. Wir haben uns abhängig machen lassen von einer Lebensform, die es uns nicht nicht mal mehr erlaubt, einen Rollladen händisch hochzuziehen. Die von u.a. Giffey propagierte smarte Stadt hat einen schweren Dämpfer erhalten.
Das der Tennisspieler Wegner Geschichte ist und Giffey, mit dem Instinkt zur Macht, und Spranger auf seinen Platz schielen, ist ein amüsantes Detail in dem dynamischen Geschehen. Und die „Promis“, die in ihren toten Villen sitzen oder aus dem Luxushotel heraus die Situation kommentieren? In ihren Beiträgen diskreditieren sie sich. Wir können uns diese Reichen nicht mehr leisten.

Russischer Terror? Distanzierung? Trolls? Geheimdienste? 

Die Wirtschaftssenatorin und Verantwortliche für Stromnetz Berlin hat sich nicht nur als Expertin für Kugelbomben geäußert, sondern auch unsere Erklärung aufmerksam gelesen. Sie kam zu dem Schluss, das unsere Ansichten gefährlich seien. Vielleicht ahnt sie, das wir richtig liegen könnten. Aber sicherlich sieht sie in unseren Positionen nur eine Gefahr für die Gesellschaftsform, die sie in ihrer Position verteidigen muss. Unsere Ansichten sind in vielen Teilen der Gesellschaft weniger marginal, krude oder bizarr als allgemein suggeriert wird.

Sogenannte Expert:innen spekulieren in Richtung der Vulkane. Es ist eine wahre Freude. Einige erkennen in unserem Text eine KI oder sogar die russische Führung im Hintergrund. Vor ein paar Jahren wäre das als irrelevanter Müll unbeachtet geblieben. Mittlerweile haben Fake-News, KI-generierte Beiträge und hybride Angriffe für Verunsicherungen gesorgt. Der „technologische Angriff“ bringt neue hybride Kriegsführungen mit sich, die unter falscher Flagge segeln können und nicht so schnell zu identifizieren sind. Solche Dummheiten nehmen wir ernst und wollen zur Klärung beitragen.
Da schreibt der Tagesspiegel: „ Spekuliert wird über eine Spur nach Russland – eine Wendung in der Geschichte einer Gruppe, die seit mehr als ein Jahrzehnt ein Phantom ist“. Innenminister Dobrindt will prüfen, ob „ausländische Mächte linksextreme oder anarchistische Gruppen nutzen um Spionage und Sabotage zu betreiben“. Dankbar greift der Tagesspiegel aus Berlin zum Beispiel auch einen angeblichen Zwist zwischen den Vulkangruppen auf. Offensichtlich ist der Tagesspiegel mit den Trolls im Internet null nicht vertraut. Die Zeitung „Die Welt“ vom 8. Januar ist da deutlich zurückhaltender und souveräner. Vielleicht liegt das an dem engeren Kontakt zu den Ermittlern.
Wir zweifeln nicht nur die Echtheit einer „Gruppe“ an, die unter der Flagge der Vulkane zu segeln versucht.
Der Beitrag auf Indymedia „Gegen Vereinnahmung und falsche Kontinuitäten – Distanzierung“ kommt nie und nimmer von einer Vulkangruppe. Der Veröffentlichung unter dem Namen Vulkangruppe am 07.01.2026 ist ein Fake. Er kann in das Lehrbuch für „Counterinsurgency“ aufgenommen werden.

Wer als Vulkangruppe eine Distanzierung nötig fände, würde bei so einer grundsätzlichen Position auf eine Autorisierung Wert legen – wenn ein Vulkan diesen Weg oder diese Form überhaupt wählen würde. Nicht auszuschließen ist auch einer der üblichen Indy-Trolls, der sich wichtig machen will. Eine Einzelperson ohne politisches und soziales Verhältnis zu militanten Gruppen und deren Praxis. Aus der Praxis resultiert ein politisch genauer Umgang mit Widersprüchen, die der Text gar nicht leisten kann. Auf Indy kann schließlich Jede:r veröffentlichen und sich dann auch fremder Namen bedienen. Das ist gewollt und politisch richtig. An den Leser:innen ist es, Fakes und Lügen zu identifizieren. Darum sehen wir uns zu diesen Zeilen genötigt.
Keine der bisher öffentlich aktiven Vulkangruppen würde wir einen so flachen Text zutrauen. Deren Texte waren meist sehr ausführlich und inhaltlich begründet.
Wir können aber auch von einer Aktion eines Geheimdienstes und/oder Faschisten ausgehen. Hier geht es um Desorientierung, Verwirrung stiften und Spaltung. Vielleicht klopft ein Geheimdienst auch auf den Busch. Um zu sehen, ob wer zuckt.
Diese Distanzierungsbeitrag stufen wir als eine hybriden Kriegsführung von Kräften ein, die über politische Sabotage an Infrastruktur höchst beunruhigt sind. Militante Gruppen, wie „switch off“, Vulkane, Teile der Antifa, militante Ökogruppen etc. sind ein wichtiger Faktor in den zukünftigen Zeiten von „Kriegstüchtigkeit“, „Faschisierung“ der Gesellschaft und deren gleichzeitiger Überwachung. Wenn es zu sozialen Unruhen kommt soll der militante Flügel möglichst geschwächt sein.
Der Angriff durch den Fake-Beitrag betrifft uns. Er betrifft andere klandestine, organisierte Gruppen.
Die Behörden können diesen Gruppen nur schwer habhaft werden. Sie können aber versuchen, diese von der solidarischen Unterstützung anderer Bewegungen abzutrennen. Es geht auch um die Kompromittierung militanter vulkanähnlicher Kräfte in diesem Land.
Erstens: Macht euch mal locker.
Zweitens: Wir lehnen die Zusammenarbeit mit Geheimdiensten grundsätzlich ab.
Geheimdienste sind Instrumente des Erhalts von Macht und Unterdrückung, niemals Verbündete. Im Gegenteil wünschen wir uns, den jeweiligen Bedingungen vor Ort entsprechend, ähnliche Aktionen in  Moskau, den U.S.A. (dem Sitz der Regierung in Mar-a-Lago) und in Peking. Und in allen anderen Ländern. Vor allem dort wo der  „technologische Angriff“ auf die Bevölkerung und Gesellschaft forciert wird. Die Geheimdienste sind zu zerschlagen.
Dieser Passus darf gerne in die jeweilige Landessprache übersetzt und in alle Länder geschickt werden.
Und für das Protokoll:
Nein, wir lassen uns nicht steuern durch Geheimdienste. Und in Russland und China würden wir menschenmögliches tun, was den Diktaturen schadet und den Menschen hilft. Sabotage wäre naheliegend.

Wir dienen keinen fremden Herren, wir dienen keinen Herren!

Drittens: Die Kräfte hinter diesen hybriden Angriff durch False-Flag-Beiträge auf militante Praxis sind ernst zunehmen. Hier versuchen wahrscheinlich Trolls den Widerstand gegen Infrastruktur, den „technologischen Angriff“ und den „Fortschritt der Zerstörung“ zu schwächen. Dies ist ein Krieg gegen Gruppen, die entschiedene Sabotage auf Infrastruktur durchführen. Es muss kein deutscher Geheimdienst sein, der Einfluss auf militante Gruppen sucht oder diese paralysieren will. Sowohl dem russischen als auch der ukrainischen Geheimdienst sind Manipulationsversuche zuzutrauen.

Viertens: Zur Autorisierung. Wir haben den Brand um ungefähr 06:30 Uhr gezündet. Die vier verwendeten Stangen für den Kurzschluss teilen sich am oberen Ende der Stangen. Sie waren zwischen den Röhren unter der Kabelbrücke verkeilt. Aus den Röhren kamen über zwanzig rote oder schwarze Starkstromkabel. Diese führten ungefähr drei Meter weiter innerhalb des abgeschirmten Bereichs der Kabelbrücke in die Erde.

Fünftens: Wir sind entspannt.

Über Vulkane

Vulkane lassen sich nicht staatlich steuern.
Vulkane kennen keine Grenzen und brechen hervor, wenn ihre Zeit reif ist.
Bisher konnte keine Aktion den isländischen Vulkan Eyajfjallajökull toppen, der den europäischen Flugverkehr lahmlegte.
Als „Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen“ sind wir am 3.1.2026 am Teltowkanal hervor gekrochen und haben Funken gesprüht. Nur für diese Aktion übernehmen wir die volle Verantwortung. Andere Vulkane der Vergangenheit haben vermutlich nur für sich gesprochen. Und zukünftige Vulkane, ob klein oder groß, entscheiden autonom und autark. So interpretieren wir jedenfalls das Konzept. In dieses haben wir uns eingereiht. Die Spekulationen über die Vulkangruppen sind sinnlos. Es zählen die Aktionen und das, was sie in Bewegung gebracht haben. Auch das ist eine Qualität einiger Vulkane. Sie teilen Erfahrungen nach einer Aktion, sie korrigieren ihre Praxis, sie verteidigen sich gegen politische Anfeindungen. Einzelne Aktionen unterschieden sich, doch die Gesamtheit der Aktionen ergeben mit jeder weiteren Aktion neue Aspekte von Widerstand und Perspektiven. Wir haben keinen Überblick über die Anzahl der Aktionen. Wir kennen auch keinen Grundsatztext, wie der Verfassungsschutz behauptet. Uns ist nur ein aktueller Beitrag bekannt, der unter dem Titel „Dem Leben eine Bresche“ die Entführung der Antifaschist:in Maja politisch einordnet. Siehe auch: https://de.indymedia.org/node/539361
Eine gesammelte Dokumentation aller Aktionen, sofern überhaupt belastbar festzustellen, wäre eine gute Idee. Denn mit dem Anschlag 2011 der Gruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“ haben wohl diese Vulkanausbrüche vor bereits 15 Jahren ihren Anfang genommen.

Siehe auch „Kurz.Schluss“: https://linksunten.indymedia.org/de/node/40279/

Siehe auch „ (B) Kabelbrand.Kurz.Schluss: Ein Nachtrag“: https://linksunten.indymedia.org/de/45572/unfold/all/index.html

Mit dem heutigen Wissen um die Auswirkungen für Teile der Bevölkerung, hätten wir diese Aktion in eine warme Jahreszeit verlegt. Die Auswertung darüber und ob es lebensgefährliche Situationen gab, die in unserer Verantwortung stehen könnten, ist nicht abgeschlossen. Priorität bleibt bei jedem Angriff auf Infrastruktur – es darf kein Menschenleben gefährdet sein. Und zum Beispiel gleichzeitig ein fossiles Kraftwerk ausschaltet.

Das es aber auch die Reichen in ihren Villenviertel traf, die um Einbrüche fürchten mussten, weil ihre Sicherheitssysteme nicht mehr funktionierten, und sich diese Reichen mal vergegenwärtigen mussten, wie fragil und sinnlos ihr materieller Reichtum von einem Tag auf den anderen sein kann, belustigt uns. Denn andere Menschen haben dauerhaft kein Heizung oder warmes Essen. Manche verstecken sich in den Wäldern. Manche leben auf der Straße, weil sie ihre Bude mit vielen Menschen teilen müssen. Manche Menschen wägen gerade ab, ob sie an Heizkosten oder besser am Essen sparen sollen. Manche leben in Unterkünften für Geflüchtete. Wir zählen hier nicht noch weitere materielle Ungerechtigkeiten auf. Und wir zählen auch nicht die Unverfrorenheiten auf, mit denen Migrant:innen, Bürgergeldempfänger:innen und vom Gesundheitssystem abhängige Menschen medial und körperlich angegriffen werden.

Switch Off für fossile Wirtschaft, KI, Smart Citys und Herrschaft
Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten
Das Ende der imperialen Lebensweise einleiten
Smart City Berlin sabotieren
Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit
Den Raubbau an der Erde stoppen

Wir bitten um Verbreitung und Übersetzung in andere Sprachen
und verabschieden uns mit kämpferischen und zugewandten Grüßen

Vulkangruppe : Den Herrschenden den Saft abdrehen
08.01.2026

Unsere Erklärung und Ergänzung vom 03.01. und 04.01.2026:

http://z3wodkq7fhc5jjscptwjf2pojnnaylo6e6ecba52icefvg5jbbyikeid.onion/node/565575

oder

https://de.indymedia.org/node/565575

Quelle: https://de.indymedia.org/node/568056