Toulouse France, 4. April 2023
Wenn wir die Austrocknung des Planeten und die Unterdrückung sehen, die uns trifft, könnten wir denken, dass alles verloren ist, dass alles vergeblich ist.
Vielleicht ist es das. Vielleicht wird es keine großen Siege geben. Vielleicht ist es schon zu spät. Vielleicht werden wir, wenn wir uns gegen die Zerstörung des Lebendigen und unseres eigenen Lebens wehren, am Ende noch mehr leiden. Vielleicht wird diese Welt eines Tages nichts weiter sein als eine riesige Wüste.
Vielleicht, viele Vielleichts.
Aber es gibt auch Gewissheiten. Die Identifizierung derjenigen, die für die Katastrophe verantwortlich sind. Und vor allem der Hass gegen sie. Ein Hass, der zum Leben erwachen will. Sonst frisst er mich von innen auf. Also habe ich ihm, in der Nacht vom 30. auf den 31. März in Toulouse auf einem Parkplatz der GRDF, mit einem 10-Liter Benzinkanister, freien Lauf gelassen.
Es war ein Vergnügen, zu sehen, wie das Feuer aufflammte und die Autos verschlang.
Am Ende gingen 12 ihrer Fahrzeuge in Rauch auf.
Warum sie? Die Industrien des Energiesektors ernähren alle anderen. Wie alle anderen verwüsten sie die Erde. Wie alle anderen bauen sie den immer raffinierteren Käfig, in dem wir eingeschlossen sind: die Zivilisation.
Natürlich gibt es noch weitere strategische Maßnahmen zu ergreifen.
Natürlich habe ich auch Angst. Es gibt auch andere Gefühle, auf die man hören muss.
Für all die Menschen, an denen dieser Hass nagt, gibt es andere Wege.
Denjenigen, die diese Wege bereits beschreiten, sei Mut zugesprochen.
Ein Fuchs im Hühnerstall


