Italien 7. Februar 2026
Mit Beginn der Olympischen Winterspiele sind im Streckennetz der italienischen Eisenbahn an drei Stellen Beschädigungen entdeckt worden. Technische Ursachen werden ausgeschlossen. Verkehrsminister Salvini spricht von „Attentaten“.
Die italienische Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Sabotage an Bahnstrecken in der Nähe der norditalienischen Stadt Bologna aufgenommen. Auf der Strecke zwischen Bologna und Padua wurde nach Angaben der Behörden ein „rudimentärer Sprengkörper“ auf einer Weiche gefunden.
Auf derselben Strecke wurde entdeckt, dass Stromkabel in einem Schacht durchtrennt wurden. Zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pesaro ein Stromkasten in Brand. In die Ermittlungen seien auch Anti-Terror-Experten eingeschaltet, hieß es. Im Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Regionalverkehr kam es zu Verspätungen von bis zu zweieinhalb Stunden.
Minister sieht „Attentat“
Verkehrsminister Matteo Salvini von der rechten Partei Lega sprach bereits von einem „Attentat“. „Schwere Sabotagevorfälle“ hätten zu „erheblichen Beeinträchtigungen für Tausende von Reisenden“ geführt. Die Vorfälle gäben „Anlass zur Sorge“, betonte Salvini.
Zusammenhang mit Olympischen Spielen?
Bislang hat sich noch niemand zu der Tat bekannt. Salvini deutete einen möglichen Zusammenhang mit den Olympischen Spielen an. Am Vorabend waren die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo eröffnet worden. Bologna ist ein wichtiger Knotenpunkt für Verbindungen in Italien von Norden nach Süden sowie nach Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris hatten Saboteure das französische TGV-Zugnetz mit einer Serie von Angriffen kurz vor der Eröffnungsfeier lahmgelegt und ein Verkehrschaos verursacht.
Quelle: Tageschau.de


