Sabotage gegen französische Nuklearinfrastruktur

Cadarache (Frankreich) 18. Mai 2026

In der Nacht vom Sonntag, dem 17., auf Montag, den 18. Mai 2026, haben wir einen Mast der 400.000-Volt-Stromleitung, die das CEA in Cadarache versorgt, durchgesägt. Leider kam es zu keinem Kurzschluss.

In Cadarache wurde ein besonderes Kapitel der Geschichte der französischen Kernenergie geschrieben. Dort wurde der Kernreaktorantrieb für Atom-U-Boote mit Raketenabschussvorrichtungen entwickelt, das Aushängeschild der französischen nuklearen Abschreckung. Heute beherbergt der Standort das ITER-Projekt, ein Forschungsprojekt zur Kernfusion, das uns die Mär von einer sauberen, erneuerbaren und unendlichen Energie schmackhaft machen will.

Man wird uns sagen, dass diese Aktion gefährlich ist, aber die eigentliche Gefahr geht vom normalen Alltagsbetrieb der Kernkraftwerke aus. Um jegliches Unfallrisiko zu vermeiden, haben wir die andere Stromleitung, die den Standort versorgt – der zudem über ein eigenes Wasserkraftwerk verfügt –, unberührt gelassen.

Die Medien haben unsere Aktion verschwiegen. Wir möchten an dieser Stelle all jene grüßen, die gegen die Atomkraft kämpfen. Wir nutzen die letzten Frühlingstage, um uns der Kampagne „Heißer als Atomkraft – Für einen schwarzen Frühling 2026“ anzuschließen, und grüßen alle anderen Gruppen, die dem Aufruf gefolgt sind. Ein Gedanke gilt dem geräumten Gare und all jenen, die gegen Cigéo kämpfen. Von der Grundlagenforschung bis zur Endlagerung – nieder mit der Atomgesellschaft!

In Erinnerung an Sara und Sandro, die in unserem Kampf weiterleben!

Atomkraft? Nein, danke!